Kritik Barocknacht

Hier gibt es eine schöne Kritik zur Darmstädter Barocknacht zu lesen:

Echo online.de

CD-Besprechung

Bei der Bezeichnung „Symphonie“ des Opus 7 von Carl Friedrich Abel (lediglich neun Jahre älter als Joseph Haydn!) sollte man nicht an jenes viersätzige Modell denken, das diese Gattung seit der Zeit der Klassik so epochemachend ausprägte: die hier eingespielten, in der zweiten Hälfte der 1760er Jahre entstandenen Werke Abels wurzeln noch in der dreisätzigen Struktur des italienischen Vorbilds des Spätbarocks.

Gleichwohl ebnen sie – trotz ihres geringen Umfangs – „im Geiste“ schon den Weg zu einer „klassischen“ Sinfonie sowohl in der motivischen Gestaltung, die in den Ecksätzen kürzere, rhythmisch dominierende Motive bevorzugt, wie auch in den fein ausgekosteten Stimmungen der langsamen Sätze. Kein Wunder, dass die Symphonie Nr. 6 Es-Dur früher dem jungen Mozart zugeschrieben wurde.

Diese spezifischen Eigenschaften kommen in der Wiedergabe des Ensembles La Stagione Frankfurt unter der Leitung von Michael Schneider exzellent zur Geltung. Durch den rhythmischen Schwung und die pointierte Themengestaltung etwa in den Eröffnungssätzen der Symphonien Nr. 2 B-Dur (tr. 4) und Nr. 4 F-Dur (tr. 13) erfahren diese Werke einen hinreißenden Effekt; die langsamen Sätze vermitteln wiederum eine in der Dynamik fein differenzierte, in der melodischen Ausformulierung einnehmend verinnerlichte musikalische Atmosphäre.

Dr. Éva Pintér 06.04.2017

Originaltext mit Zusatzinfo:  www.klassik-heute.com 

CD-Kritik

Anfänge der Sinfonie

 
 
Label/Verlag: cpo 
 
 
Nach mehr als 20 Jahren knüpft Michael Schneider mit einer weiteren Folge an seine frühere, höchst erfolgreiche Auseinandersetzung mit Carl Friedrich Abels Sinfonien an. Das Ergebnis ist schlichtweg grandios.
 
 
 
Mehr als zwanzig Jahre ist es her, dass Michael Schneider mit seinem Orchester La Stagione Frankfurt die sechs Sinfonien op. X von Carl Friedrich Abel (1723–1787) einspielte. Hier nun endlich das Nachfolgeprojekt – die erste Gesamteinspielung der sechs Sinfonien op. VII in historisch informierter Aufführungsweise.
 
Carl Friedrich Abel hat vornehmlich in den 1760er-Jahren der damals noch jungen Gattung der Sinfonie mehr als 40 Beiträge beigesteuert, zumeist in Gruppen zu je sechs. Die ersten beiden Opera I und IV tragen noch den Titel 'Overtures in 8 Parts', erst ab Opus VII taucht der Titel der Sinfonie auf. Die Benennungen blieben fließend – häufig findet sich bis weit in frühe 19. Jahrhundert auch noch der Begriff der Sinfonia. Die Sinfonien op. VII entstanden kurz nachdem sich Abel 1763 (zunächst in einer Art Wohngemeinschaft mit Johann Christian Bach) in London niedergelassen hatte; die ersten der berühmten Bach-Abel-Konzerte fanden 1764 statt. Der Erfolg des Opus spiegelt sich etwa auch darin, dass Mozart sich intensiv mit ihm auseinandersetzte und für seine Zwecke einrichtete (die Sinfonie Nr. 6 Es-Dur lief früher unter der Köchelnummer 18). Dass sie so unmittelbar Einfluss auf Mozarts frühe Sinfonik ausübten, erklärt sich von selbst, und die melodische und harmonische Attraktivität der Werke spricht für sich. Wir haben hier keine Mannheimer Sinfonien, wir sind hier zutiefst in jener Epoche, die gerne als Frühklassik bezeichnet wird, die aber ganz offensichtlich starken Einfluss auch auf das Wiener Musikleben der nächsten fünfzehn bis zwanzig Jahre ausübte.
 
Wie in der (ebenfalls bei cpo vorgelegten) Vorgängerinterpretation kann man auch hier von einer Referenzeinspielung sprechen, die nur schwer zu überbieten sein dürfte. Das langjährige gemeinsame Musizieren, die Kontinuität im Zugang, der Verzicht auf unnötige Mätzchen bewirken Interpretationen wie aus einem Guss, in denen jede/r Mitwirkende vorzüglich zur Geltung kommt, ohne sich nicht der Gesamtwirkung unterzuordnen. Besonders erfreulich ist, dass auch die Editionsreihe vom Design her unmittelbar an die Veröffentlichung von 1993 anschließt, nun aber ohne die erratischen Coverbilder der damaligen Zeit. Dass der Booklettext noch etwas vertiefender hätte sein können, ist da einzige, was vielleicht kritisch angemerkt werden könnte.
 
Kritik von Dr. Jürgen Schaarwächter, 
 
03.05.2017

Originaltext mit Zusatzinformationen hier: www.klassik.com

CD-Neuerscheinung

Soeben erschienen:

 

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
 
Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.4
 
La Stagione Frankfurt, Michael Schneider
 
 
Hier kann man die CD bestellen, es gibt dort auch Hörbeispiele aller Tracks!
Interview
CD - Neuerscheinung

 

Im Februar erscheint endlich die lang erwartete CD mit den Sinfonien op.7 von Carl Friedrich Abel.
 
Ausführende

La Stagione Frankfurt

Leitung Michael Schneider

 

Vorzubestellen zum Einführungspreis hier
 
 
Neue Website

 

La Stagione Frankfurt hat eine neue Website:

 

www.lastagione.de

 

Herzlichen Dank für die hervorragende Arbeit des Teams von PRO PODIUM

 

 

Konzert in Helmstedt

 

Ankündigung in fast letzter Minute:

 

Freitag, 11.November 2016

Juleum In Helmstedt., 20 Uhr

La Stagione Frankfurt spielt mit seinen Solisten ein hochbarockes Konzertprogramm, zusammengestellt aus bekannten und berliebten Werken von J.S. Bach, A.Vivaldi und G.Ph.Telemann.

 

Info hier

 

... und hier liegt Helmstedt:   

für eine Kartenansicht bitte hier klicken

 

 

CD-Neuerscheinung
 
 
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.3
Michael Schneider, La Stagione Frankfurt
 
CD  
Konzert TWV 54: D3 für 3 Trompeten, Pauken, 2 Oboen, Streicher, Bc; Konzert TWV 52: e3 für Flöte, Violine, Streicher, Bc; Konzert TWV 54: D2 für 3 Hörner, Violine, Streicher, Bc; Konzert TWV 53: e2 für 2 Oboen, Violine, Streicher, Bc; Konzert TWV 54: D1 für 2 Flöten, Violine, Cello, Streicher, Bc
Künstler: La Stagione Frankfurt, Michael Schneider
Label: CPO, DDD, 2013/2014
Bestellnummer: 4111648
Erscheinungstermin: 20.3.2016
Telemann at his best Vol. 3
Die Presse spricht von »stilsicheren und klangschönen Interpretationen« sowie von „lange nachhallenden Hörerlebnissen«. Und auch die Konzerte, welche die dritte und vorletzte Folge unserer Einspielung von Konzerten Telemanns mit gemischten Solobesetzungen bilden, zeigen erneut hohes kompositorisches Niveau und Telemanns oft zitierten „vermischten Stil“ mit vielseiten motivischen Gestalten und weit gespannten harmonischen Entwicklungen. Der Reichtum an prägnanten thematischen Erfindungen und die extrem subilen motivischen Verknüpfungen, die in den Sätzen entfaltet werden, ist kaum erschöpfend zu beschreiben. Ein Meisterwerk besonderen Zuschnitts ist uns in dem dreisätzigen Concerto D-Dur für drei Hörner, Violine, Streicher, Oboen und Generalbass (TWV 54: D2) überliefert. Eigentlich ist das Stück ein Doppelkonzert für Solo-Violine und Solo-Horn, dem in den Tuttiabschnitten zwei weitere Hörner zur Seite gestellt werden. Das Horntrio hat aber auch einige ‚Spezialeinsätze’: So schmettern die drei Blechbläser gegen Ende des Eröffnungssatzes ein Jagdsignal in das bunt bewegte Treiben und im Finale tragen sie als weiteres Überraschungsmoment eine dreistimmige Fanfare vor.
 
Zu bestellen zum Beispiel hier - Website des Labels mit Hörbeispielen
CD-Neuerscheinung

Dem renommierten Alte-Musik Ensemble La Stagione Frankfurt unter der Leitung von Michael Schneider »ist Telemanns musikalische Sprache in Fleisch und Blut übergegangen, alles klingt rund, organisch, verbindlich und vor allem - was bei Telemann besonders wichtig ist - sehr freundlich und charmant«. (FonoForum)

Mit bestechender Dynamik und Frische präsentiert La Stagione Telemanns Orchestersuite D-Dur sowie mit der rumänisch-schweizerischen Sopranistin Ana Maria Labin die dramatische Kantate »Ino«, die zu den bedeutenden Alterswerken Georg Philipp Telemanns (1681-1767) gehört. Sie erzählt von der Flucht Inos mit ihrem Sohn Melicertes vor ihrem wahnsinnig gewordenen Ehemann Athamas. In höchster Verzweiflung stürzte sie sich ins Meer - und erwachte, verwandelt zur »weißen Göttin« Leukothea, im Reich des Neptun.

 

Hier können Sie Ausschnitte hören und die CD bestellen

Barocknacht in Darmstadt-Kranichstein

 

Alte Musik, neu erfunden

Ausblick – Üppige Überfülle bei der ersten „Barocknacht“ im Jagdschloss Kranichstein

Lustwandeln durch Schlosssäle, Salons und Park, Schwelgen in anregender Kammermusik: Das wird den Besuchern der Barocknacht im Jagdschloss Kranichstein am 4. Juli (Samstag) versprochen; zugleich ist dies das Saisonfinale der Reihe „Kammerkonzerte Darmstadt“.

DARMSTADT.

Wo Landgraf Ernst Ludwig und seine Gäste einst der Parforcejagd frönten und zu munteren Hornstößen den heimischen Hirschen, Wildsauen und Füchsen zusetzten, sollen die Kultursinnigen des 21. Jahrhunderts zumindest einen Abend lang den Geist jener Zeit spüren können. In den Salons und Sälen des Kranichsteiner Jagdschlosses breiten junge Musiker am nächsten Samstag (4.) die Vielfalt alter Musizierkunst aus: Zwischen knapp 20 zumeist kurzen Konzerten können die Besucher der ersten„Barocknacht“ im Schloss wählen und wandeln – die Überfülle hat Methode.

 

Entdeckerlust wollen die Musiker wecken, sagt Michael Schneider, Lehrer an der Frankfurter Musikhochschule und Spezialist für Alte Musik. Seit rund 20 Jahren reisen er und die Master-Studenten, alle geschult in historischer Aufführungspraxis, zu den Schlössern und Burgen der Region, um dort einmal im Jahr barocke Pracht zu entfalten. Ein Erfolgskonzept: Der Reiz, alte Musik seit dem Mittelalter noch einmal ganz neu zu interpretieren, wie es seit rund 20 Jahren an vielen Hochschulen geschieht, stecke auch die Zuhörer an. Für den gelernten Flötisten Schneider ist das alles „aktuelle Musik, die wir neu erfinden, und diese Abenteuerlust überträgt sich auf unser Publikum“.

Freilich: Wer sich auf das Abenteuer einlässt, der hat die Qual der Wahl. Einige Konzerte finden zeitgleich an verschiedenen Orten im Schloss statt. Einsteigern rät Schneider, sich einfach treiben zu lassen und sich zum Beispiel von den Titeln der Kammerkonzerte inspirieren zu lassen. Klar, die Eröffnung um 18 Uhr im Garten ist ein Muss, da soll vom Schlossbalkon Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 6 erklingen. Später gibt es Programme wie „Harmonie oder Melodie?“, „Italienische Consort-Musik“, „All’Italiana“, „Heldinnen der Antike“ und vieles mehr.

KARTEN UND PROGRAMM

Tickets für die Barocknacht gibt es online aufwww.allegra-online.de, Telefon 0621 8321270.

Eine Route durch die Barocknacht könnte sich auch durch die Auftrittsorte ergeben. In Rondellsaal, Hirschsaal, Marstall und Schlosskapelle wird musiziert; jedes ein Ort mit eigener Atmosphäre, die man je einmal erlebt haben sollte. Wer bis 23 Uhr durchhält, kann sich zum Finale im Zeughaus einfinden, um eine venezianische Vesper zu erleben. der Chor der Hochschule, Instrumentalisten und Gesangssolisten tun sich da noch einmal zusammen, um gemeinsam geistlich-festliche Musik von Monteverdi, Gabrieli und anderen Meistern der Zeit zu interpretieren – mit etwa einer Stunde das längste Programm der Nacht.

Aber bloß kein Stress, trotz der Fülle musikalischer Köstlichkeiten, rät Schneider. Die Gäste dürften „auch mal ein Date auslassen und ein Bierchen trinken“ – im Barock geht es ja allemal neben der Kunst auch ums Genießen. Und: „Verpassen tut man in jedem Fall etwas.“ Wer auf den Geschmack kommt, könne ja im nächsten Jahr wiederkommen – oder schon am Sonntag (5.) aufs Weilburger Schloss weiterreisen, wo die Frankfurter das nächste Nachtprogramm geben.

 

Link zur Original-Nachricht (Darmstädter Echo)

 

 

CD-Neuerscheinung

Am 22. Juli erscheint Volume 3 der Serie europäischer Blockflötenkonzerte. Nach den deutschen (Vol.1) und italienischen (Vol.2) Concerti präsentieren Michael Schneider und die Cappella Academica 

  • Michael Schneider - The Virtuoso Recorder Vol.3 (Concertos of the English Baroque)
  • Woodcock: Concerti Nr. 2, 4,5, 8; Gavotte aus Concerto Nr. 6

+Baston: Flötenkonzert Nr. 3 G-Dur
+Babell: Concerti op. 3 Nr. 3 & 6; Concerto Nr. 2 D-Dur
+Dieupart: Flötenkonzert a-moll; Konzert A-Dur für Violine, Oboe, Streicher, Bc

  • Label  CPO, DDD, 2013

Produktinfo

Virtuose Blockflöte Vol 3

Nach unseren nicht anders als sensationell zu bezeichnenden zwei Sammlungen mit virtuosen Blockflötenkonzerten des deutschen und italienischen Barock (jpc 2655290, jpc 1175295) widmet sich Michael Schneider nun dem barocken England. London kann für diese Epoche in mehrfacher Hinsicht als ein Zentrum für die Blockflöte bezeichnet werden. Es gab nicht nur hervorragende Virtuosen auf diesem Instrument wie James Paisible, auch der Blockflötenbau erreichte einen Höhepunkt mit Vater und Sohn Stanesby sowie dem gebürtigen Franzosen Peter Bressan. In London wurde Blockflöte auf jedem Niveau sowohl von Dilettanten als auch Profis gespielt. In seiner CD-Auswahl hat Michael Schneider versucht, seinem vom Wunsch nach größtmöglicher klanglicher Abwechslung innerhalb dieses Repertoires (deshalb ausnahmsweise auch Concerti für Traversflöte), aber auch von der Qualität der einzelnen Stücke leiten zu lassen. Seine Konzerte basieren auf drei Sammlungen von William Babell, Robert Woodcock und John Baston, zu deren Gemeinsamkeiten die Verwendung von „Small Flutes“ gehört, d. h. Blocklöten in Diskantlage. sowie eine immer wieder durchklingende Affinität zur Tonsprache Georg Friedrich Händels, die sich bei Babell und Woodcock bis hin zu fast wörtlichen Zitaten nachverfolgen lässt. Dabei stechen vor allem die Werke von Robert Woodcock hervor. Seine Concerti sind höchst phantasievoll und jeweils individuell gestaltet. (Nicht umsonst wurde eines der Oboenkonzerte lange für ein Werk Händels gehalten.)

Die CD kann, wie auch die anderen beiden Bände, hier bestellt werden, bis zum 15.Juli sogar noch zum Sonderpreis. 

www.klassik-heute.com

Georg Philipp Telemann
The Grand Concertos for mixed instruments Vol. 2

Nur etwas mehr als ein halbes Jahr nach der ersten erscheint die zweite von vier geplanten Folgen der Konzerte für gemischte Besetzungen von Telemann mit La Stagione Frankfurt unter der Leitung von Michael Schneider. Wieder ist eine farbige Zusammenstellung verschiedenartiger solistischer Kombinationen gelungen, so dass während der einstündigen Spieldauer der CD keine Langeweile aufkommen kann – Telemann sei Dank und nicht zuletzt auch Dank seines durch jahrzehntelange Vertrautheit höchst kundigen Deuters Michael Schneider.

Die Vergleichsaufnahmen zu den Werken dieser CD eröffnen zugleich eine historische Übersicht über die Telemann-Diskographie der letzten 33 Jahre: Christopher Hogwoods Einspielung des Konzerts für 3 Trompeten TWV 54:D4 datiert als älteste Aufnahme von 1981. Zudem tritt Michael Schneider in der Konkurrenz auch gegen sich selbst an, hat er zwei Concerti bereits früher mit seiner Camerata Köln für die deutsche harmonia mundi aufgenommen, in TWV 52:a1 ist in beiden Fällen auch Rainer Zipperling sein Partner an der Gambe. Überdies spielt Schneider als Ensemblemitglied der Musica Antiqua Köln bei der Vergleichsaufnahme von TWV 54:B2 mit.

Bei Michael Schneider hat in den mehr als 20 Jahren zwischen seinen beiden Einspielungen keine bahnbrechende musikalische Veränderung, geschweige denn ein Paradigmenwechsel, stattgefunden – wozu auch kein Anlass bestand, hatte der Künstler schon 1991 als gereifte Persönlichkeit zu seinen künstlerischen Maximen gefunden, die seiner Wirksamkeit bis heute das Fundament bieten. Als Frucht der fortgeschrittenen Zeit mag man allerdings jetzt eine gelöstere Atmosphäre wahrnehmen, was dem Musizieren bei aller Sorgfalt und Intelligenz noch ein wenig mehr von dem Charme und der Eleganz verleiht, die Telemanns Musik in so unwiderstehlicher Weise auszeichnet. Leider enthüllt der Vergleich zwischen Alt und Neu auch, dass die Tontechnik damals ein ungleich differenzierteres räumliches Klangbild einfing, als das offensichtlich heute möglich oder gewollt ist – schleierhaft, wo die Gründe für die Eindimensionalität der Neuaufnahme liegen: Der koproduzierende Sender war damals wie heute die gleiche Anstalt.

Im Vergleich der beiden Einspielungen des Konzerts für zwei Blockflöten und zwei Oboen TWV 54:B2 (bei Musica Antiqua Köln war Schneider ja 1993 als Blockflötist beteiligt) zeigt sich besonders beim Presto ein ungeduldiges Vorwärtsdrängen bei der MAK, wo Schneider heute als Solist und Ensembleleiter auf eine solche leicht gereizte Stimmung völlig verzichten kann, ohne dass es dem Satz an Schwung und Energie fehlt.

Das Konzert mit der reizvollen Solistenkombination Trompete und Violine TWV 53:D5, bei La Stagione spielen Ingeborg Scherer die Sologeige und Hannes Rux die Trompete, ergibt sich neben der Aufnahme der Musica Antiqua mit Reinhard Goebel als Geiger und dem vorzüglichen Friedemann Immer an der Trompete noch die Vergleichsmöglichkeit mit dem französischen Ensemble Stradivaria mit Daniel Cuiller (Leitung und Violine) und Gilles Rapin (Trompete) als Solisten. Wieder drückt Musica Antiqua auf die Tube und rast im ersten Satz mit extra beschleunigten Stretta-Einlauf auf die letzte Note zu: Telemann als Formel-1-Erlebnis. Cuiller und Schneider geben den Solisten Gelegenheit zu lustvollem Dialog, besonders auch im festlichen Kehraus des abschließenden Allegros, Schneider besticht noch zusätzlich im Mittelsatz durch besonders liebevolle Gestaltung des stimmungsvollen Adagio.

Wer Christopher Hogwoods 1981 aufgenommene CD mit Doppel- und Tripelkonzerten von Telemann besitzt, wird anhand des Konzerts für drei Trompeten und Pauken TWV 54:D4 feststellen können, dass das Bess’re des Guten Feind ist – Schneiders schöne und festlich-freudige Interpretation ist ohne Fehl und Tadel, doch schon die gravitätische Feierlichkeit, mit der Hogwood das Stück beginnt, schlägt den Hörer unmittelbar in den Bann. Das nachfolgende Allegro dauert bei Hogwood 2 Minuten und 57 Sekunden gegenüber 2 Minuten und 19 Sekunden bei Schneider: Ein beachtlicher Tempounterschied, der Schneiders Schwung und Trompetenschall von Hogwoods überaus stimmiger Würde trennt. Dasselbe Wunder an perfekt angemessener Gravität gelingt Hogwood auch im abschließenden Presto, das trotz des schnellen Zeitmaßes doch etwas erheblich anderes darstellt als Schneiders fröhlich-funkelnder Abschluss dieses Konzerts.

 

Vergleichseinspielungen - TWV 53:D4: Camerata Köln, Schneider (deutsche harmonia mundi 88697568712, AD: 1991)

TWV 52:a1: New London Consort, Pickett (Dec 433043-2 AD: 1990); Camerata Köln, Schneider (deutsche harmonia mundi 88697568712, AD: 1991); Cappriccio Stravagante, Sempé (Paradizo PA 0002, AD: 2005); Le Concert des Nations, Savall (AVSA 9877, VÖ: 2010)

TWV 54:D4: Academy of Ancient Music, Hogwood (Dec 478002-2, AD: 1981)

TWV 54:B2: Musica Antiqua Köln, Goebel (DG Archiv 413788-2, AD: 1993)

TWV 53:D5: Ensemble Stradivaria, Cuiller (MIR 011, AD: 2005); Musica Antiqua Köln, Goebel (DG Archiv 419633-2, AD: 1986)

Detmar Huchting [22.05.2015] www.klassik-heute.com

CD-Neuerscheinung

Neuerscheinung!

 

G.P. Telemann:

Konzerte für mehrere Instrumente und Orchester Vol.2

 

Michael Schneider & La Stagione Frankfurt

 

Telemann at his best Vol. 2

Auch bei den Werken, welche die zweite Folge unserer Einspielung von Konzerten Telemanns mit gemischten Solobesetzungen bilden, ist anzunehmen, dass sie der Komponist entweder als festliche Eröffnungsmusiken für Vokalwerke oder als Glanzstücke für bestimmte Instrumentalvirtuosen oder -ensembles schuf. Die Konzerte zeigen erneut hohes kompositorisches Niveau und Telemanns oft zitierten „vermischten Stil“ mit einem Reichtum motivischer Gestalten und weit gespannten harmonischen Entwicklungen, erneut interpretiert von unseren kundigen Sachwaltern für dieses Projekt: Michael Schneider mit den Solisten und Musikern von La Stagione! "Äußerst abwechslungsreich und zauberhaft musiziert. Eine großartige musikalische Höhepunkte versprechende neue Telemann-Reihe, über die man sich wahrlich freuen kann.“ (klassik. com 12 / 2014 zu Vol. 1).

 

hier erhältlich (bitte klicken)

CD-Produktion

Im März werden Michael Schneider und La Stagione Frankfurt eine CD mit den Sinfonien op.7 von C.F.Abel einspielen. Freuen Sie sich mit uns auf eine Stunde spannender Musik!

Die Sinfonien op.10 von C.F.Abel, die Michael Schneider mit La Stagione schon 1993 eingespielt hat, wurden von der Presse begeistert gefeiert:

I. Allihn / FonoForum 6 / 94:"Wieder einmal sorgt CPO für eine kleine Sensation und rückt das Bild der Musikgeschichte zurecht. Abel verdient diese Aufmerksamkeit voll und ganz. Wie die Musiker den Geist dieser zauberhaften Sinfonien lebendig werden lassen, das ist faszinierend! Da sprüht es vor geistvollen Einfällen. Straff und zupackend sind die Tempi gewählt, sensibel werden die langsamen Sätze ausgehorcht, lustvoll ihre Klangschönheiten betont." Scala 2.98: "Ein Geheimtip. Teilweise erinnern die frohgemuten Werke an den frühen Mozart, wobei Abel ganz klar den einfachen Harmonien den Vorzug gibt. Musik an der Schwelle von Barock zur Klassik."

 

Die neue Aufnahme wird die Reihe der Abel-Einspielungen von Michael Schneider/La Stagione Frankfurt  ergänzen, in der bisher die Sinfonien op.10,  die Flötenkonzerte op.6 (mit Karl Kaiser, Traversflöte), die Klavierkonzerte op.11 (mit Sabine Bauer, Hammerflügel und Cembalo), sowie eine CD mit Kammermusik erschienen sind.

Alle genannten Aufnahmen sind bei cpo (classic production osnabrück) erschienen und hier erhältlich.

 

CD zum Sonntag

CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

03. — 09. Januar 2015

 

lesen Sie hier die komplette Rezension!

CD-Neuerscheinung

 

Soeben erschienen:

Bürgerkapitänsmusiken (1736/1780)

von G.P.Telemann und C.P.E.Bach

  • Label: DHM, DDD, 2013
  • Bestellnummer: 5876060

 

Kateryna Kasper, Jasmin Maria Hörner, Christian Zenker,

La Stagione Frankfurt,

Leitung Michael Schneider

 

Die Aufnahme kann hier vorbestellt werden; Unter diesem Link finden Sie auch weitere Infos sowie Hörproben

CD-Kritik Gruppenkonzerte
CD Neuerscheinung

Telemann at his best: Die Gruppenkonzerte

Nach der fulminanten, maßstabsetzenden Gesamtaufnahme von Telemanns Bläserkonzerten auf 8 CDs durch La Stagione beginnt mit dieser CD eine neue Reihe (auf 4 CDs), die sich den gemischt besetzten Konzerten widmet und damit direkt in das Herz(zentrum) des Telemannschen Schaffens führt. Das Konzertieren verschiedenster Instrumentenformationen vor dem Hintergrund des begleitenden Streichorchesters hat seine kompositorische Fantasie offensichtlich am heftigsten angeregt und ihn - ähnlich wie Bach in seinen Brandenburgischen Konzerten - zu allen nur erdenklichen Spielarten geführt. Telemanns oft zitierter „vermischter Stil“ kann sich hier in seiner ganzen Buntheit voll entfalten: französische Eleganz, italienische Brillanz, deutsche Gelehrsamkeit und polnisch-hanakische Wildheit: das alles finden wir in diesen Juwelen spätbarocken Musizierens, das oft genug schon die Tür zu Empfindsamkeit und Sturm und Drang öffnet. Es kann keine besseren und kundigeren Sachwalter für dieses Projekt geben als Michael Schneider mit den Solisten und Musikern von La Stagione!

Die CD kann hier bestellt werden

CD-Neuerscheinung

Soeben erschienen:

Die neue CD der Camerata Köln mit Kammermusik von Carl-Philipp Emanuel Bach

Lesen Sie hier eine Vorstellung der Aufnahme von Ulrike Henningsen, NDR Kultur

Und hier kann man sie online bestellen, sowie in die einzelnen Tracks hineinhören

Barockwoche der Frankfurter Musikhochschule

Liebe Musikerinnen und Musiker,
die Alte Musik hat einen besonderen Stellenwert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Das „Institut für Historische Interpretationspraxis“ ist eine überaus lebendige und erfolgreiche Einrichtung.
2014 ruft die Hochschule ein Projekt ins Leben, das mit seiner Kombination aus Meisterklassen und einer Orchesterakademie eine einzigartige neue Plattform für Alte Musik schafft:
Die Barockwoche 2014.
International renommierte Barockspezialisten bieten acht Tage lang ein vielfältiges Programm aus Einzelunterricht, Ensemblearbeit, Vorträgen und vielem mehr.
Höhepunkt wird ein Konzert in der Alten Oper im Rahmen der Frankfurter Bachkonzerte sein, das ausgewählte Ensembles aus Teilnehmern und Dozenten gestalten werden.
Wir laden Sie herzlich ein – seien Sie dabei!
TEILNEHMER
Die Angebote richten sich an angehende Studierende, feste Ensembles, regulär Studierende sowie an alle, die sich am Barockinstrument ausprobieren wollen.
ANMELDUNG
Bitte melden Sie sich bis zum 13. Juli 2014 an unter:
franziska.domes@hfmdk-frankfurt.de
Bitte geben Sie folgende Informationen an:
Name, Vorname, E-Mail, Telefon, Instrument, Repertoire,
Details zur musikalischen Ausbildung (Daten, Lehrer usw.)
Weitere Informationen zu der Anmeldung, den Teilnahmebedingungen und den Dozenten finden Sie unter:
hfmdk-frankfurt.info/veranstaltungen/aktuelles/barockwoche.html

Farnace

Zum letzten Mal in diesem Jahr:

Sa  31.05.2014 19:30h

im Staatstheater Braunschweig, Großes Haus

Farnace

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

(Wiederaufnahme in 2015)

 

 

La Stagione auf facebook

Beachten Sie auch den Facebook-Auftritt von La Stagione Frankfurt mit aktuellen Informationen!

 

CD-Produktion

Im Januar wurde im DLF Köln die letzte Aufnahmesitzung für Telemanns Bläserkonzerte und die Gruppenkonzerte mit Bläsern beendet!
12 CDs werden es schließlich sein, begonnen wurde mit der Produktion im Jahr 2005.

 

Volumes 1 bis 8 sind schon bei cpo erhältlich, demnächst auch die folgenden Bände.

Meisterkurs Blockflöte Michael Schneider

29. Internationale Händel-Akademie Karlsruhe

Zeitraum: 18. – 23. Februar 2014

Kursthemen:

Sonaten und Suiten für Blockflöte und Bc von G. F. Händel, Paisible, Purcell, Finger, Dieupart, Parcham

Die INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE KARLSRUHE wendet sich an in der Ausbildung oder im Beruf stehende Musiker, Sänger und Musikwissenschaftler, welche die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis suchen, sowie an musikinteressierte Laien. Aktive und passive Kursteilnahme ist möglich.

Information hier

 

Online-Kritik

Aus:

Ouverture - das Klassik-Blog

 

(Den Link zur Website gibt's hier )

 

Vor zwei Jahren hat Michael Schneider bei cpo bereits eine Sammlung mit virtuosen Block- flötenkonzerten des deutschen Barock vorgestellt. Nun wendet er sich Konzerten aus Italien zu – genauer gesagt aus Neapel, wo das Instrument in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts offenbar brillant gespielt wurde.
Schneider ist in Archiven und Sammlungen auf die Suche gegangen, und er konnte dort tatsächliche einige Werke aufspüren, die wirkliche Raritäten sind – beispielsweise Konzerte von Nicola Fiorenza (um 1700 bis 1764) und Francesco Mancini (1679 bis 1739), eine sehr hübsche Sonate von Giovanni Antonio Piani (1678 bis 1757), ein Concerto von Leonardo Vinci (um 1690 bis 1730), eine Cantata für Altblockflöte von Johann Adolf Hasse (1699 bis 1783) und ein Concertino des  Geigenvirtuosen Giuseppe Tartini (1692 bis 1770). Einige dieser Stücke erklingen auf dieser CD in Welterst- einspielung.
Und natürlich ließ es sich Schneider nicht nehmen, auch das F-Dur-Konzert von Giuseppe Sammartini (1693 bis 1750) vorzutragen – ein richtiges, „großes“ Konzert für die Sopranblockflöte; hier kann man hören, was man mit diesem Instrument wirklich anfangen kann, wenn man es kann. Die CD enthält zudem noch ein schönes Concerto für „Flauto piccolo, 2 Violini e Violoncello“, dessen Manuskript sich in der Rostocker Universitätsbibliothek befindet, und einem „Sig. Hendl“ zugeschrieben wird. Die Händel-Forscher legen da allerdings ihr Veto ein. Wer dieses gelungene Werk tatsächlich geschrieben hat, das wird sich wohl nicht mehr sicher feststellen lassen. Schneider jedenfalls verortet es in Neapel, und musiziert gemeinsam mit der Cappella Academica Frankfurt/Main mit Leidenschaft und mit Esprit. Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, dass Michael Schneider zu den derzeit besten Blockflötenvirtuosen der Welt gehört – hier ist er!

Neue CD-Produktionen

Fortsetzung der CD-Serie  virtuoser Blockflötenkonzerte mit Michael Schneider und der Cappella Academica (Petra Müllejans):

Im Oktober wird im großen Saal der Frankfurter Musikhochschule die Produktion "Englische Blockflötenkonzerte" aufgenommen. Tonmeister ist Uwe Walter, die Aufnahme erscheint demnächst bei cpo.

Bereits erschienen sind die Aufnahmen mit den Concerti von Vivaldi, die Concerti aus Deutschland sowie die Concerti aus Italien. Die CDs können hier bestellt werden:

www.jpc.de

 

Aufnahmesitzung im DLF

Bei der Produktion im DLF:

Telemanns Gruppenkonzerte mit Bläsern

Michael Schneider mit La Stagione Frankfurt

für Fotos bitte hier klicken

CD-Neuerscheinung

Am 27.5.2013 erscheint die CD

Michael Schneider - The Virtuoso Recorder Vol.2 (Concertos of the Italian Baroque)

Sammartini: Konzert F-Dur für Blockflöte, Streicher, Bc
+Fiorenza: Konzert a-moll für Blockflöte, 2 Violinen, Bc
+Mancini: Konzert g-moll für Blockflöte, 2 Violinen, Viola, Bc
+Montanari / Händel: Konzert B-Dur für Blockfl., 2 Violinen, Bc
+Hasse: Sonate B-Dur für Blockflöte & Bc
+Tartini: Konzert F-Dur für Blockflöte, 2 Violinen, Bc
+Vinci: Konzert a-moll für Blockflöte, Violine, Bc
+Piani: Sonate e-moll für Blockflöte & Bc

 

"Nach unserer vor zwei Jahren erschienenen, nicht anders als sensationell zu bezeichnenden Sammlung mit virtuosen Blockflötenkonzerten des deutschen Barock (jpc 2655290) widmet sich Michael Schneider nun dem barocken Italien. Auch hier gab es in Venedig – besonders am „Ospedale della Pietà“ mit Vivaldi – und Neapel Hochburgen, wo auf hohem Niveau Blockflöte gespielt wurde. Dass es neben den Werken von Vivaldi, die Schneider schon für cpo eingespielt hat, noch wunderschöne Blockflöten-Entdeckungen aus Italien zu machen gibt, zeigt seine neueste Produktion. Diverse Sammlungen aus italienische Bibliotheken und Nachlassbestände haben dabei die Suche nach den Schätzen erleichtert. So kamen Werke von Nicola Fiorenza, Francesco Mancini und Antonio Piani ans Tageslicht. Dagegen ist z. B. das Sopranblockflötenkonzert in F-Dur von Giuseppe Sammartini ein Klassiker der Literatur, ein richtig „großes“ Konzert für dieses oft als Schulinstrument geschmähte Instrument. Giuseppe Tartini, der große Geigenvirtuose, ist mit seinem erstmals eingespielten Concertino eine wirkliche Trouvaille." - jpc

Die Aufnahme können Sie hier bestellen

Neues CD-Projekt

 

Es geht weiter!

Nach dem die Serie von 8 CDs "Bläserkonzerte von G.Ph.Telemann" mit La Stagione Frankfurt und vielen Solisten unter der Leitung von Michael Schneider nun vollständig veröffentlicht ist, wird das nächste Projekt in Angriff genommen: Telemanns Gruppenkonzerte mit Bläsern.

Auch diese Produktion wird wieder mit dem DLF für das Label cpo erstellt.

Michael Schneider leitet La Stagione Frankfurt, diesmal mit den Solisten

Ingeborg Scheerer und Annette Wehnert (Violine),

Swantje Hoffmann (Viola d'Amore),

Rainer Zipperling (Viola da Gamba),

Juris Teichmanis (Violoncello),

Karl Kaiser und Michael Schneider (Flöte),

Luise Baumgartl und Martin Stadler (Oboe).

 

Telemann-Wettbewerb Magdeburg

7. Internationaler Telemann-Wettbewerb

für Kammermusikensembles
Magdeburg, 10.-17. März 2013

 

Jury

Prof. Jesper Bøje Christensen, Vorsitz (Dänemark / Schweiz)
Prof. Michael Schneider (Deutschland)
Prof. Carin van Heerden (Südafrika / Österreich)
Prof. Anton Steck (Deutschland)
Prof. Vittorio Ghielmi (Italien)

Präsident

Prof. Siegfried Pank (Deutschland)
Telemann-Gesellschaft e.V. (Internationale Vereinigung)

 

Informationen hier

Aufnahmeprüfungen HfMDK Frankfurt

Anmeldeschluss für die Aufnahmeprüfung zum Wintersemester 2013/14

an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt

ist der 1.4.2013

Informationen hier

Dziambor-Marketing.de

... für alle, die danach gefragt haben, und für diejenigen, die es auch gern wissen möchten:

 

Hier gehts zur Website von Lukas Dziambor, der diese Homepage für Michael Schneider gemacht hat

CD-Neuerscheinung

 

Gaspard Fritz (1716 - 1783)

Symphonien op.1 Nr.5 & 6;op.6 Nr.3,5,6

La Stagione Frankfurt, Michael Schneider

 

Ein Meister aus Genf

Über das Schweizer Musikleben im 18. Jahrhundert wissen wir in der Regel...so gut wie nichts. Fündig wird man allerdings wie so oft bei Charles Burney, dem Reisenden in Sachen Musik. Als er Genf besucht, begegnet er Gaspard Fritz: „Herr Fritz, ein vortrefflicher Violinspieler und guter Komponist für dies Instrument, ist noch immer am Leben; er hat hier an die dreißig Jahre gewohnt und ist allen englischen Freunden der Musik, die während der Zeit Genf besucht haben, wohlbekannt.“ Außer seinen Studienjahren bei Battista Somis in Turin, dem Lehrer übrigens auch von Leclair, verließ Fritz seine Heimatstadt Genf kaum. Hier stand er auch von 1738 bis 1743 als musikalischer Leiter einer Gruppe von jungen englischen Adligen vor, die sich zu Studienzwecken in Genf getroffen hatten. Fritz war auch ein begnadeter Geiger, der bis ins Alter solistisch tätig war. Seine Musik ist schönster Sturm und Drang, kraftvoll, und der Mannheimer Schule absolut ebenbürtig. Eine Entdeckung!

Hier können Sie die CD bestellen

CD-Neuerscheinung

Mit dem Erscheinen von Volume 8 ist die Gesamtaufnahme von Telemanns Bläserkonzerten vollendet, die Michael Schneider mit La Stagione Frankfurt, Camerata Köln und vielen renommierten Solisten gemeinsam eingespielt hat.

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Pressestimmen

klassik-heute. com 01 / 11: "Die musikgeschichtlich an Umfang unerreichte Schaffensfülle des Komponisten Telemann, an Anzahl selbst die Summe der Werke Bachs und Händels übertreffend, hat sich entgegen allen Unkenrufen einstigen Spottes als Vielschreiber für Schul- und Laienmusik mit jeder wissenschaftlichen Erweiterung historischer Erkenntnisse längst zu einem hochkarätigen Reservat von Meisterwerken entwickelt."

American Record Guide 8 / 2011: "Wie Sie schon vermuten konnten, ist meine Empfehlung für diese neue Platte der Reihe höchst enthusiastisch."

klassik-heute. com 12 / 12: "Superbe Qualität der musikalischen Umsetzung. Dem Hörer werden durchweg überzeugende Modellinterpretationen vorgeführt."


klassik. com 01 / 13: "Anhand dieser cpo-Folge mit Georg Philipp Telemanns Bläser-Konzerten kann man einmal mehr über die Produktivität des Barock-Genies staunen. Die Vielfalt und der Abwechslungsreichtum von Telemanns Musik werden in jedem der sechs hier zu hörenden Konzerte deutlich. Diese CD belegt, dass es im beispiellos reichen Schaffen Telemanns noch Neues zu entdecken gibt."

klassik-heute. com 04 / 09: "Solisten, Ensemble und der Leiter Michael Schneider beherrschen nicht nur ihr barocktypisches Instrumentarium, sondern drücken sich überzeugend, klangschön und beseelt aus mit einer richtigen Tempowahl. Eine Ohrenweide für alle, Fachleute, Laien, Liebhaber und Telemann-Verehrer."

FonoForum 07 / 09: "Spätestens mit dieser Folge der Bläserkonzerte dürfte vielen verständlicher werden, warum Telemann zu seinen Lebzeiten der am meisten gefeierte und bewunderte Komponist in Europa war und weshalb seine Konzerte derart beliebt waren. Das alles ist leicht verständliche und dennoch originelle Unterhaltungsmusik des 18. Jahrhunderts, deren köstliche Einfälle von Michael Schneiders Leuten geradezu kongenial witzig umgesetzt werden."

 

CD-Rezension
Buch

Neu erschienen in der Reihe

Basiswissen Barockmusik  

(Karl Kaiser und Michael Schneider)

Band 2

Die barocke Oper. Aspekte der Annäherung    von Michael Schneider

"Die Oper ist ein unmögliches Kunstwerk", schrieb Oskar Bie in seinem berühmten Buch. Wie ist es überhaupt zu dieser Musikgattung gekommen, bei der Personen auf der Bühne in singender Weise dialogisieren? Welche Rolle spielt der Basso Continuo? Warum war die Oper, in der alle Künste und alle Sinne zusammenfließen im Zeitalter des Barock so wichtig? Was bedeutet die Anlage einer Da-Capo-Arie? Wie manifestieren sich "ernster" und "komischer" Stil in den Partituren? Welche Rolle spielte die Oper in England? Welche Probleme lauern bei heutigen Inszenierungen barocker Opern? Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich das vorliegende Bändchen, indem es einerseits die wichtigsten geschichtlichen Entwicklungen der Gattung Oper bis ca. 1750 beschreibt, andererseits an exemplarischen Themen wesentliche Aspekte barocker Opern analysiert. Dieses ist nach Band 1 "Zur Instrumentalmusik des Hoch- und Spätbarock" (Karl Kaiser) die zweite Veröffentlichung der Reihe "Basiswissen Barockmusik", entstanden als Studienmaterial des Instituts für Historische Interpretationspraxis an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt / M. Die Werkbeschreibungen basieren auf persönlichen Erfahrungen des Autors als Dirigent der entsprechenden Werke.

Hier können Sie noch mehr erfahren und das Buch bestellen