11.05.2019 394. Wartburgkonzert - Eisenach

 

394. Wartburgkonzert
DEUTSCHLANDFUNK KULTUR
„Liebe, was ist schöner als die Liebe“
Barockorchester La Stagione Frankfurt
 
Julia Kirchner - Sopran
 
Georg Poplutz - Tenor
 
Michael Schneider - Leitung und Blockflöte
 
Georg Philipp Telemann hat, wie viele Komponisten seiner Epoche, die „Liebe“ in Opern und Kantaten immer wieder thematisiert. Es sind einige Kantaten erhalten, die vermögende Brautpaare bei ihm für ihre Hochzeitsfeierlichkeiten bestellt haben. Der Telemannkenner Dr. Eric Fiedler hat nun unter diesen eine ganz außergewöhnliche Komposition entdeckt, die alle anderen bekannten Trauungs- und Hochzeitskantaten Telemanns in ihrem musikalischen Reichtum überragt. Bei „Liebe, was ist schöner als die Liebe“ handelt es sich eher um eine „Serenata“ als um ein Kantate , die damals möglicherweise sogar szenisch aufgeführt wurde. auf jeden Fall Mit der Aufführung auf der Wartburg erlebt sie in jedem Fall ihre moderne Erstaufführung.
 
Die beiden anderen Kantaten Telemanns thematisieren die Liebe in etwas anderer Akzentuierung. Im „Weiberorden“ freut sich eine junge Frau, endlich in den Ehestand treten zu können- und bald ein Kind wiegen zu dürfen. Die „Moralische Kantate“ „Liebe will ich, doch binden lässet sich mein Herze nicht“ erzählt die Geschichte eines abgewiesenen Liebhabers.
 
394. Wartburgkonzert
DEUTSCHLANDFUNK KULTUR
„Liebe, was ist schöner als die Liebe“
Barockorchester La Stagione Frankfurt
 
Julia Kirchner - Sopran
 
Georg Poplutz - Tenor
 
Michael Schneider - Leitung und Blockflöte
 
Georg Philipp Telemann hat, wie viele Komponisten seiner Epoche, die „Liebe“ in Opern und Kantaten immer wieder thematisiert. Es sind einige Kantaten erhalten, die vermögende Brautpaare bei ihm für ihre Hochzeitsfeierlichkeiten bestellt haben. Der Telemannkenner Dr. Eric Fiedler hat nun unter diesen eine ganz außergewöhnliche Komposition entdeckt, die alle anderen bekannten Trauungs- und Hochzeitskantaten Telemanns in ihrem musikalischen Reichtum überragt. Bei „Liebe, was ist schöner als die Liebe“ handelt es sich eher um eine „Serenata“ als um ein Kantate , die damals möglicherweise sogar szenisch aufgeführt wurde. auf jeden Fall Mit der Aufführung auf der Wartburg erlebt sie in jedem Fall ihre moderne Erstaufführung.
 
Die beiden anderen Kantaten Telemanns thematisieren die Liebe in etwas anderer Akzentuierung. Im „Weiberorden“ freut sich eine junge Frau, endlich in den Ehestand treten zu können- und bald ein Kind wiegen zu dürfen. Die „Moralische Kantate“ „Liebe will ich, doch binden lässet sich mein Herze nicht“ erzählt die Geschichte eines abgewiesenen Liebhabers.
 
12.05.2019 - Main Forum, Frankfurt
18.05.2019 F.I.Beck : L'Isle déserte - Schloss Schwetzingen

L'isle déserte

 

Opéra comique   

Franz Ignaz Beck 1734 – 1809 Musik 

Pietro Metastasio 1698 – 1782 Libretto 

Sigrid Behrens *1976 Texte   

 

LA STAGIONE FRANKFURT Michael Schneider Musikalische Leitung   

Ana Maria Labin Sopran 

Theodore Browne Tenor 

Samantha Gaul Sopran 

Fabian Kelly Tenor   

Dominique Horwitz Sprecher   

Konzertante Aufführung   

 

Die Erkundung von »Neuland« war ein bedeutsames Phänomen im 18. Jahrhundert, meist verbunden mit der Begegnung fremder Kulturen. Diese Erkundung konnte aber auch unfreiwillig enden, auf einer unbekannten Insel. Just dieses Moment liegt Pietro Metastasios L’isola disabitata (Die wüste Insel) zugrunde – im 18. Jahrhundert mehrfach vertont, u. a. von Joseph Haydn. Ungewöhnlich ist nicht nur der Ort der Handlung, auch der Operntext selbst, angesiedelt im Zwischenbereich von Tragödie und Komödie. Ein glückliches Ende, bei dem sich die getrennten Liebenden wiederfinden, war natürlich obligatorisch. Franz Ignaz Beck hat dieses Textbuch 1779 in Bordeaux als L’isle déserte vertont – sehr ungewöhnlich, da sich italienische Libretti normalerweise nicht auf die französische Opernbühne »verirrten«. Diese Konstellation gewinnt durch die avancierte Orchestersprache des »Mannheimer« Migranten Beck noch zusätzlich an Reiz. Anders als im italienischen Original hat Becks französische Opéra comique keine Rezitative, die Dialoge werden wie in einem Singspiel gesprochen. Die Dialogtexte sind  jedoch verloren, sie müssen entweder rekonstruiert oder – wie für die deutsche Erstaufführung von L’isle déserte in Schwetzingen – neu verfasst werden.

 

Info und Tickets

 
06.06.2019 Mozartfest Würzburg - Residenz , Kaisersaal
DO 06.06.2019, 20:00 UHR
RESIDENZ, KAISERSAAL
Konzerteinführung um 19:15 Uhr
 
La Stagione Frankfurt | Nils Mönkemeyer| Michael Schneider
Mozart Sinfonie Nr. 25 g-Moll KV 183
Hummel Fantasia für Viola und Orchester op. 94
Schubert Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485
 
Von Mozart bis Schubert ist es oftmals nur ein kleiner Schritt – vor allem wenn Johann Nepomuk Hummel die Brücke bildet. Dann ist es kaum zu überhören, wie die Romantik bei Mozart anknüpft. Hummel, der Schüler und Kostgänger Mozarts, schulte sich noch an
der Wiener Klassik. Doch als Komponist wie Klaviervirtuose passte er nicht mehr in deren Schema. Im Werk seines langen schöpferischen
Lebens gehen Klassik, Früh- und Hochromantik eine fruchtbare Verbindung ein. Schubert, der Jüngste im Bunde, hat sich von Mozart wie Hummel gleichermaßen inspirieren lassen. La Stagione Frankfurt bringt ein aufschlussreiches Programm, das sich an den  Schnittstellen von Klassik und Romantik bewegt, mit nach Würzburg. Seit Michael Schneider das Ensemble vor 30 Jahren gründete, zählt es zu den Pionieren einer Musizierpraxis, die sich in besonderem Maße in die Gegenwart der jeweiligen Werke einfühlt.
»Unerhörtes hörbar machen«, lautet entsprechend das künstlerische Motto von La Stagione. Ein Wiederhören gibt es in diesem Konzert mit Nils Mönkemeyer, der erst im letzten Mozartfest von Presse und Publikum gefeiert wurde.